On-Premise-CRM ist Software, die auf den eigenen Servern eines Unternehmens installiert wird. Das Unternehmen ist für Infrastruktur, Sicherheit und Updates verantwortlich. Cloud-CRM hingegen ist Software, die auf der Infrastruktur des Anbieters gehostet und über das Internet im Abonnement genutzt wird. Die richtige Wahl hängt von der Datensensibilität, Compliance-Anforderungen, dem Umfang der Anpassungsmöglichkeiten, den verfügbaren IT-Ressourcen und den Gesamtbetriebskosten über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren ab.
Die meisten CRM-Käufer entscheiden sich standardmäßig für die Cloud und ziehen On-Premise-Lösungen nur in Betracht, wenn sie dazu gezwungen sind. Für die meisten Unternehmen ist diese Vorgehensweise korrekt, doch die Fälle, in denen On-Premise-Lösungen Vorteile bieten, sind so spezifisch, dass eine explizite Bewertung und nicht eine reflexartige Ablehnung gerechtfertigt ist. Die Cloud lässt sich schneller implementieren, einfacher skalieren und ist mit geringeren Vorabkosten verbunden. On-Premise-Lösungen sind schwieriger, langsamer und teurer einzurichten, lösen aber Compliance-, Anpassungs- und Datensouveränitätsprobleme, die die Cloud nicht bewältigen kann. Diese Entscheidung ist von Bedeutung, da sie Infrastrukturinvestitionen, Personalplanung und Integrationsarchitektur über Jahre hinweg prägt.
Was ist On-Premise-CRM und Cloud-CRM?
Die beiden Bereitstellungsmodelle verfolgen denselben Zweck (Ausführung von CRM-Workflows für Vertrieb, Marketing und Support), unterscheiden sich jedoch deutlich darin, wer die zugrunde liegende Infrastruktur betreibt. Die folgenden Abschnitte beschreiben die einzelnen Modelle im Hinblick auf ihre operative Funktionsweise.
Was ist On-Premise-CRM?
On-Premise-CRM ist CRM-Software, die auf Servern installiert wird, die dem Unternehmen gehören oder von ihm gemietet werden. Das IT-Team ist für Installation, Konfiguration, Sicherheit, Datensicherung und den laufenden Betrieb zuständig. Die Daten befinden sich innerhalb der unternehmenseigenen Infrastruktur, wodurch die volle Kontrolle über Speicherort, Verschlüsselung, Zugriffsrichtlinien und Prüfprotokolle gewährleistet ist.
On-Premise-Implementierungen benötigen Wochen bis Monate, um produktionsreif zu sein. Das Unternehmen verwaltet jede Ebene des Stacks, vom Betriebssystem bis zur Anwendung, was zwar eine sinnvolle Kontrolle ermöglicht, aber auch eine erhebliche operative Verantwortung mit sich bringt. Dieses Modell eignet sich für Unternehmen mit kompetenten IT-Teams, regulierte Branchen, die keine mandantenfähige Cloud-Infrastruktur nutzen können, und Organisationen mit tiefgreifenden Anpassungsanforderungen, die die Grenzen von Cloud-APIs überschreiten.
Was ist Cloud-CRM?
Cloud-CRM ist CRM-Software, die auf der Infrastruktur des Anbieters gehostet und über einen Webbrowser oder eine mobile App im Abonnement genutzt wird. Der Anbieter kümmert sich um alles unterhalb der Anwendungsschicht: Hardware, Netzwerk, Sicherheitsupdates, Datensicherung und Plattformaktualisierungen.
Die Einrichtung von Cloud-CRM-Systemen dauert Stunden bis Tage. Die Konfiguration erfolgt über eine Weboberfläche; Integrationen nutzen herstellerseitig unterstützte APIs; Benutzer können von jedem internetfähigen Gerät auf das System zugreifen. Dieses Modell eignet sich für KMU und mittelständische Unternehmen, die Wert auf schnelle Bereitstellung, planbare Abonnementkosten und minimalen IT-Aufwand legen, dafür aber weniger Kontrolle über Infrastruktur und Anpassungsmöglichkeiten in Kauf nehmen.
Mehr als 10 wichtige Unterschiede zwischen On-Premise- und Cloud-CRM
Die nachfolgenden Ausführungen beschreiben die operativen und strategischen Unterschiede zwischen den beiden Modellen. Sie sind so formuliert, dass der Leser die einzelnen Unterschiede auf seine eigene Situation übertragen und entscheiden kann, welches Modell seinen Prioritäten am besten entspricht.
Die elf Unterschiede im Detail:
- Einsatz: On-Premise wird lokal auf den Servern des Unternehmens installiert; Cloud-Lösungen laufen auf der Infrastruktur des Anbieters und werden über den Browser aufgerufen.
- Kostenstruktur: Bei On-Premises-Lösungen fallen hohe Anfangsinvestitionen an (Hardware, Lizenzen, Implementierung); in der Cloud wird auf Basis von Benutzerabonnements abgerechnet.
- Wartung: On-Premise-Lösungen werden intern vom IT-Team gewartet; Cloud-Lösungen werden vom Anbieter ohne Beteiligung der Fachabteilungen gewartet.
- Skalierbarkeit: Bei On-Premises-Lösungen erfolgt die Skalierung durch manuelle Erweiterung der Hardwarekapazität; Cloud-Lösungen skalieren transparent mit dem Wachstum von Benutzern und Daten.
- Einfache Anwendung: Für die Nutzung vor Ort ist in der Regel ein VPN-Zugang erforderlich; der Zugriff über die Cloud ist von jedem Browser mit entsprechenden Zugangsdaten möglich.
- Datensicherheit: Die Sicherheit vor Ort wird vollständig vom Unternehmen kontrolliert; die Cloud-Sicherheit wird vom Anbieter verwaltet und verfügt über dokumentierte Konformitätszertifizierungen.
- Anpassung: On-Premises-Lösungen ermöglichen Änderungen auf Codebasisebene; Cloud-Anpassungen sind auf Anbieter-APIs und Konfigurationsoptionen beschränkt.
- Umsetzungszeit: Bei On-Premise-Lösungen dauert die Produktionsbereitstellung Wochen bis Monate; in der Cloud sind es Stunden bis Tage.
- Updates und Upgrades: Lokale Updates erfolgen manuell und werden vom IT-Team geplant; Cloud-Updates erfolgen automatisch und werden vom Anbieter angewendet.
- Integration: Lokale Lösungen erfordern oft kundenspezifischen Integrationscode; Cloud-Plattformen verwenden vorgefertigte Konnektoren und standardisierte REST-APIs.
- IT-Abhängigkeit: On-Premise-Lösungen sind stark von den internen IT-Kapazitäten abhängig; Cloud-Lösungen erfordern nach der Ersteinrichtung nur minimalen IT-Aufwand.
Vor- und Nachteile von On-Premise- und Cloud-CRM
Beide Modelle weisen bedeutende Vor- und Nachteile auf. In den folgenden Abschnitten werden die Stärken und Schwächen beider Modelle sowie die Faktoren, die Kaufentscheidungen am häufigsten beeinflussen, erläutert.
Vor- und Nachteile von On-Premise-CRM-Lösungen
On-Premise-CRM-Lösungen bieten Unternehmen Kontrolle, bringen aber gleichzeitig operative Komplexität mit sich. Das Modell eignet sich für Organisationen, die über die technische Expertise verfügen, eine Produktionsinfrastruktur zu betreiben, und die Compliance-Anforderungen erfüllen, die den Aufwand rechtfertigen.
Die Vorteile von On-Premise-CRM:
- Volle Kontrolle über Daten, einschließlich Speicherort, Verschlüsselung, Aufbewahrung und Zugriffsrichtlinien
- Umfassende Anpassungsmöglichkeiten, einschließlich Änderungen auf Codebasisebene, wenn die Plattform Open Source ist.
- Besser geeignet für Kontexte mit strengen Compliance-Vorgaben (HIPAA, DSGVO-Datenspeicherung, Regierung, Verteidigung)
- Vorhersagbare Leistung auf dedizierter Infrastruktur anstelle von gemeinsam genutzten Multi-Tenant-Ressourcen
Die Nachteile von On-Premise-CRM:
- Hohe anfängliche Investitionskosten für Hardware, Lizenzen und Implementierungsdienstleistungen.
- Laufender Wartungsaufwand, einschließlich Patches, Datensicherung, Überwachung und Notfallwiederherstellung.
- Erfordert technisches Fachwissen (DevOps, Datenbanken, Anwendungen), das das Team bereits besitzen oder einstellen muss.
- Die Bereitstellung und Skalierung sind langsamer als bei vergleichbaren Cloud-Produkten.
Vor- und Nachteile von Cloud-CRM
Cloud-CRM tauscht Infrastrukturkontrolle gegen Geschwindigkeit und Komfort. Das Modell eignet sich für die meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen, weshalb Cloud-CRM zum Standard für neue CRM-Systeme geworden ist.
Die Vorteile von Cloud-CRM:
- Geringere Vorabkosten durch planbare Abonnementpreise pro Nutzer.
- Schnellere Bereitstellung, oft nur Stunden bis Tage von der Anmeldung bis zur ersten produktiven Nutzung.
- Automatische Aktualisierungen werden vom Anbieter ohne Beteiligung des Unternehmens durchgeführt.
- Von überall mit Internetanschluss zugänglich, ideal für verteilte und Remote-Teams.
Die Nachteile von Cloud-CRM:
- Laufende Abonnementkosten, die mit der Nutzerzahl und dem Funktionsumfang steigen.
- Weniger Kontrolle über die Infrastruktur, einschließlich des Zeitpunkts von Upgrades und der Ausfallzeiten.
- Die Anpassung erfolgt über Anbieter-APIs und nicht über Änderungen auf Codebasisebene.
- Abhängigkeit von Internetverbindung und Verfügbarkeit der Anbieter für den täglichen Betrieb.
Welches CRM-System ist das richtige für Ihr Unternehmen?
Die richtige Wahl hängt davon ab, welche Kompromisse zum tatsächlichen Betriebsprofil des Unternehmens passen.
Wann ist ein lokales CRM die richtige Wahl?
Entscheiden Sie sich für eine On-Premises-Lösung, wenn Compliance, Datenresidenz oder tiefgreifende Anpassungen unabdingbar sind. Anzeichen dafür, dass eine On-Premises-Lösung das richtige Modell ist, sind beispielsweise Regeln zur Datensouveränität, die vorschreiben, dass Daten innerhalb bestimmter Grenzen verbleiben müssen, regulierte Workloads, die von Cloud-Zertifizierungen nicht abgedeckt werden, Anpassungsanforderungen, die die Grenzen der Cloud-APIs überschreiten, oder etablierte IT-Betriebe, die bereits produktive Anwendungen in großem Umfang betreiben.
Gemäß TRG InternationalFür sehr große Organisationen, die aufgrund ihrer Größe ihre eigenen Rechenzentren effizient betreiben können, bieten On-Premises-Lösungen möglicherweise niedrigere Gesamtbetriebskosten.
Wann Cloud-CRM die richtige Wahl ist
Die Cloud ist die richtige Wahl, wenn Geschwindigkeit, Skalierbarkeit oder geringer IT-Aufwand wichtiger sind als die Kontrolle über die Infrastruktur. Anzeichen dafür, dass die Cloud das passende Modell ist, sind schnelles Wachstum, das eine manuelle Kapazitätsplanung unpraktisch macht, verteilte Teams, die von überall browserbasierten Zugriff benötigen, begrenzte interne IT-Kapazitäten oder der Wunsch, die hohen Investitionskosten für eine eigene Infrastruktur zu vermeiden.
Die Cloud punktet auch hinsichtlich des Integrationsumfangs. Laut GartnerDurchschnittlich nutzen mittelständische Unternehmen 87 SaaS-Anwendungen, und Cloud-CRMs integrieren sich über [Link/Plattform einfügen] mit diesen anderen Tools. vorgefertigte Steckverbinder und Standard-APIs auf eine Weise, wie es On-Premise-CRMs typischerweise nicht bieten. Das Integrationsökosystem ist in der Cloud deutlich größer, und diese Kluft vergrößert sich mit dem Wachstum des restlichen SaaS-Stacks.
Unternehmensgröße und Branchenüberlegungen
- Kleinunternehmen entscheiden sich fast immer für die Cloud, weil ihnen die IT-Kapazitäten für den Betrieb vor Ort fehlen.
- Mittelständische Unternehmen, aufgeteilt nach Branchen: Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen und Regierung tendieren zu On-Premise-Lösungen oder Private Cloud; Technologie, Einzelhandel und professionelle Dienstleistungen tendieren zu Cloud-Lösungen.
- Große Unternehmen nutzen oft beides: On-Premise-Lösungen für sensible Daten und Cloud-Lösungen für allgemeine CRM-Anwendungen. Das Bereitstellungsmodell sollte sich an den tatsächlichen Geschäftsanforderungen orientieren und nicht an Branchentrends oder dem Marketing von Anbietern.
Kann man einen hybriden CRM-Ansatz verwenden?
Eine hybride CRM-Implementierung kombiniert Cloud- und selbstgehostete Elemente, anstatt sich vollständig auf eines von beiden festzulegen. Sie stellt keine eigenständige Produktkategorie dar, sondern ist eine Architekturentscheidung: Einige Workloads laufen in der Cloud, andere lokal oder in einer Private Cloud, und beide sind über einen gemeinsamen Kundendatensatz miteinander verbunden. Wenn diese Aufteilung bewusst und gut gemanagt erfolgt, bietet ein Hybridmodell Unternehmen mehr Flexibilität als die reinen Modelle. Wird sie jedoch standardmäßig eingeführt, führt sie tendenziell zu deren operativer Komplexität, ohne die Vorteile des einen oder anderen nutzen zu können.
Wie hybride CRM-Implementierungen funktionieren
Die gängigste Konfiguration sieht vor, sensible Daten und Compliance-intensive Arbeitsabläufe lokal oder in einer privaten Cloud zu speichern, während das Cloud-CRM die täglichen Vertriebs-, Marketing- und Supportaktivitäten abwickelt. Die beiden Umgebungen bleiben durch eine strukturierte Integration synchronisiert, wobei die Grenze zwischen ihnen dort gezogen wird, wo sich die Datensensibilität oder regulatorische Anforderungen ändern.
Manche Anbieter bieten eine Managed Private Cloud-Option an, die eine Zwischenstellung zwischen den beiden Modellen einnimmt. Das CRM läuft auf einer dedizierten, vom Anbieter betriebenen Infrastruktur. So profitiert das Unternehmen von den Vorteilen eines Cloud-Produkts, ohne die Infrastruktur mit anderen Kunden teilen zu müssen. Dies ist ein praktischer Mittelweg für Teams, die eine stärkere Datenisolation benötigen, als die Public Cloud bietet, aber nicht über die internen Ressourcen verfügen, um eine vollständig selbstgehostete Umgebung zu betreiben und zu warten.
Wann Hybrid sinnvoll ist
Hybridmodelle eignen sich am besten für bestimmte Wendepunkte, nicht aber als Ausgangspunkt. Die Unternehmen, die am meisten davon profitieren, weisen in der Regel ein erkennbares Profil auf:
- Unternehmen, die in regulierte Branchen vordringen oder Unternehmen mit strengeren Datenschutzauflagen übernehmen, bei denen bestimmte Arbeitsabläufe plötzlich strengere Kontrollen erfordern, als sie das bestehende Cloud-CRM bieten kann.
- Unternehmen, die in mehrere geografische Regionen mit unterschiedlichen Datenresidenzregeln expandieren, bei denen eine einzelne Cloud-Implementierung nicht allen Rechtsordnungen gleichzeitig gerecht werden kann.
- Teams, die schrittweise von einem bestehenden On-Premise-System in die Cloud wechseln, betreiben beide Systeme während der Migration parallel, anstatt alles auf einmal umzustellen.
- Organisationen mit tatsächlich unterschiedlichen Sensibilitätsstufen für Daten in den verschiedenen Geschäftsbereichen, bei denen die Trennung von Arbeitslasten nach Bereitstellungsmodell sinnvoller ist als die Anwendung des höchsten Compliance-Standards auf alles.
Die Abwägungen, die Sie vor einer Festlegung verstehen sollten
Ein Hybridmodell bringt zusätzliche Komplexität mit sich, die ein einzelnes Bereitstellungsmodell nicht aufweist. Vor der Entscheidung dafür muss das Unternehmen ehrlich prüfen, ob diese Komplexität beherrschbar ist oder ob ein einfacherer Ansatz besser geeignet wäre. Zu den betrieblichen Anforderungen, die ein Hybridmodell an das Team stellt, gehören:
- Eine disziplinierte Integration sorgt dafür, dass die Kundendaten in beiden Umgebungen konsistent bleiben, mit klaren Regeln, welches System in jeder Phase den Masterdatensatz enthält.
- Die Überwachungsfähigkeit über beide Systemebenen hinweg ist wichtig, da Probleme in einer der beiden Umgebungen den gemeinsamen Kundendatensatz beeinträchtigen, mit dem das gesamte Team arbeitet.
- Ein Governance-Modell, das festlegt, welche Workloads wo angesiedelt sind und wer die Entscheidung trifft, wenn neue Anwendungsfälle nicht eindeutig in eine der beiden Kategorien passen.
- Interne Reife, um zwei Bereitstellungsmuster gleichzeitig aufrechtzuerhalten, einschließlich separater Upgrade-Zyklen, Sicherheitspatches und Prozesse zur Reaktion auf Sicherheitsvorfälle.
Häufige Fehler bei der Auswahl von CRM-Implementierungen, die vermieden werden sollten
Die folgenden Fehler treten am häufigsten bei der Auswahl eines Bereitstellungsmodells auf. Jeder Fehler lässt sich gezielt beheben, und ihre frühzeitige Erkennung verhindert Nacharbeiten im zweiten Jahr, die sonst zu Budgetüberprüfungen führen würden.
Auswahl allein nach den Kosten
Die Wahl der Cloud aufgrund des günstigen nutzerbasierten Abonnements oder die Entscheidung für eine On-Premises-Lösung, um wiederkehrende Kosten zu vermeiden, führt in beiden Fällen zu Entscheidungen, die die betriebliche Realität außer Acht lassen. Berechnen Sie die Gesamtbetriebskosten über einen realistischen Fünfjahreszeitraum, einschließlich Infrastruktur, Lizenzen, Implementierung, Schulung, laufendem Betrieb und dem Wert der Mitarbeiterzeit.
Ignorieren der Skalierbarkeitsanforderungen
Die Entscheidung für eine On-Premise-Lösung ohne Berücksichtigung des Kapazitätsbedarfs führt dazu, dass die Infrastruktur bereits Mitte des Quartals zum Engpass wird. Die Wahl einer Cloud-Lösung ohne Prüfung der Kapazitätsgrenzen des Anbieters stößt bei Unternehmen, die über den Mittelstand hinauswachsen, an ihre Grenzen. Vor einer endgültigen Entscheidung sollten Sie das erwartete Wachstum von Nutzern, Datenvolumen und Integrationen modellieren.
Vernachlässigung von Sicherheits- und Compliance-Anforderungen
Unter der Annahme, Cloud-CRMs Die Annahme, dass eine On-Premise-Lösung automatisch sicherer ist (was mit den entsprechenden Zertifizierungen meist der Fall ist), führt zu falschen Entscheidungen. Prüfen Sie daher die tatsächlichen Compliance-Anforderungen mit den Rechts- und Sicherheitsabteilungen und bewerten Sie Anbieter anhand dieser spezifischen Anforderungen, anstatt sich auf allgemeine Sicherheitseinschätzungen zu verlassen.
Nichtberücksichtigung langfristiger Bedürfnisse
Entscheidungen bezüglich des Bereitstellungsmodells lassen sich nur schwer rückgängig machen. Die Migration von einer On-Premises-Lösung in die Cloud (oder umgekehrt) ist ein mehrjähriges Projekt, das jedes CRM-Nutzerteam beeinträchtigt. Treffen Sie Ihre Entscheidung daher auf Basis der zukünftigen Geschäftsentwicklung in drei bis fünf Jahren, nicht nur auf Basis der aktuellen Situation. Berücksichtigen Sie dabei wahrscheinliche Änderungen bei Compliance-Anforderungen, der geografischen Verteilung Ihrer Kunden und der Komplexität der Integration.
Bewährte Vorgehensweisen für die Auswahl eines CRM-Bereitstellungsmodells
Die folgenden Vorgehensweisen beschreiben, was leistungsstarke Teams bei der Bewertung von Einsatzmöglichkeiten konsequent anwenden. Sie erscheinen selbstverständlich, doch die meisten Auswahlprozesse lassen drei davon außer Acht und führen so zu Kaufentscheidungen, die das Team bei der nächsten Budgetprüfung verteidigen muss.
Die Praktiken, die zu guten Entscheidungen bezüglich des Einsatzmodells führen:
- Bewerten Sie die Geschäftsanforderungen anhand dokumentierter Kriterien, die von den Sponsoren vor jeder Anbieterdemonstration vereinbart wurden.
- Berechnen Sie die Gesamtbetriebskosten über einen Zeitraum von fünf Jahren, einschließlich Infrastruktur, Personalaufwand und Integrationsarbeit.
- Skalierbarkeit des Modells im Hinblick auf prognostizierte Nutzerzahlen, Datenvolumen und Integrationsanzahl in drei bis fünf Jahren.
- Verify Datensicherheit Anforderungen mit den Rechts- und Sicherheitsteams abgleichen und diese dann spezifischen Anbieterzertifizierungen zuordnen.
- Prüfen Sie die Integrationsmöglichkeiten mit dem bestehenden Stack, einschließlich vorgefertigter Konnektoren und API-Ratenbegrenzungen, mit Workflow-Automatisierung Tests anhand repräsentativer Anwendungsfälle.
- Führen Sie vor der vollständigen Implementierung eine strukturierte Pilotphase durch, in der Sie zwei oder drei reale Arbeitsabläufe anstelle von anbietergeführten Demos nutzen.
Warum die Wahl der richtigen CRM-Implementierung wichtig ist
Die Entscheidung für das Bereitstellungsmodell prägt die CRM-Aktivitäten der nächsten fünf bis zehn Jahre. Eine gelungene Wahl führt zu einem System, das im Geschäftsalltag reibungslos funktioniert; eine falsche Wahl hingegen verursacht ständigen Budgetdruck, Integrationsprobleme und Compliance-Risiken, die das Team von den eigentlichen Aufgaben des CRM ablenken.
Betriebliche Auswirkungen
Das richtige Bereitstellungsmodell ermöglicht es dem Team, sich auf Umsatzgenerierung statt auf Infrastrukturarbeit zu konzentrieren. Die Cloud entlastet den Betrieb von Produktionsanwendungen und schafft so IT-Kapazitäten für höherwertige Projekte. On-Premise bietet die für spezifische Compliance- und Anpassungsanforderungen erforderliche Kontrolle, die die Cloud nicht bieten kann. Eine falsche Entscheidung in beide Richtungen führt zu anhaltenden Problemen, die sich im Laufe der Jahre verstärken.
Zu den betrieblichen Vorteilen gehören:
- Schnellere Wertschöpfung, wenn das Bereitstellungsmodell zu den bestehenden Fähigkeiten des Teams passt.
- Niedrigere Gesamtbetriebskosten, wenn die Wirtschaftlichkeit von Abonnements und Infrastruktur dem Nutzerprofil entspricht.
- Stärkere Compliance-Haltung, wenn das Bereitstellungsmodell die tatsächlichen regulatorischen Anforderungen erfüllt.
- Bessere Integrationsergebnisse werden erzielt, wenn das Konnektor-Ökosystem mit dem Rest des Technologie-Stacks übereinstimmt.
Strategische Wirkung
Die Wahl der Bereitstellungsmethode beeinflusst auch die strategische Flexibilität. Die Abhängigkeit von der Cloud ist real, aber auch die Beharrung auf On-Premise-Lösungen; beides verursacht Wechselkosten, die zukünftige Optionen einschränken. Forrester Eine Studie ergab, dass fast 20 % aller Probleme bei CRM-Initiativen direkt auf Strategie- und Implementierungsentscheidungen zurückzuführen sind. Eine unzureichende Implementierungsmethodik wird dabei als größte Bedrohung genannt und betrifft 40 % der gefährdeten Projekte. Die Implementierungsentscheidung ist daher eine langfristige Verpflichtung, die bewusst und nicht unreflektiert getroffen werden sollte.
Die strategischen Vorteile einer richtigen Wahl:
- Die Flexibilität bleibt erhalten, um sich an veränderte Anforderungen in Bezug auf Compliance, Integration und Wachstum anzupassen.
- Vorhersehbare Infrastrukturkosten, die zum Finanzplanungsmodell des Unternehmens passen
- Eine Technologiearchitektur, die mit dem Unternehmen mitwächst, anstatt es in Phasen starken Wachstums einzuschränken.
- Verringertes Risiko disruptiver Migrationsprojekte in den nächsten fünf bis zehn Jahren
Die Wahl zwischen On-Premise- und Cloud-CRM bestimmt, wie Ihr System bereitgestellt wird.
Das Verständnis der Unterschiede zwischen Open-Source- und Cloud-CRM bestimmt, inwieweit Ihr Unternehmen bei der Skalierung Kontrolle, Anpassungsmöglichkeiten und operative Flexibilität beibehalten kann.
Vergleich von Open-Source- und Cloud-CRM!
Häufig gestellte Fragen
1. Worin besteht der Unterschied zwischen On-Premise- und Cloud-CRM?
On-Premise-CRM läuft auf den eigenen Servern des Unternehmens und wird von der internen IT-Abteilung gewartet. Cloud-CRM hingegen nutzt die Infrastruktur des Anbieters und ist über das Internet im Abonnement zugänglich. On-Premise bietet mehr Kontrolle, Cloud hingegen eine schnellere Bereitstellung und geringere Anfangskosten.
2. Was ist besser, Cloud-CRM oder On-Premise-CRM?
Keine der beiden Lösungen ist generell besser; die richtige Wahl hängt von der Datensensibilität, den Compliance-Anforderungen, den Anpassungswünschen, der IT-Kapazität und den Gesamtbetriebskosten über fünf Jahre ab. Cloud-Lösungen sind der Standard für kleine und mittelständische Unternehmen; On-Premise-Lösungen werden in regulierten Branchen und bei umfangreichen Anpassungsanforderungen bevorzugt.
3. Ist Cloud-CRM sicher?
Ja, sofern der Anbieter über die entsprechenden Zertifizierungen verfügt. Führende Cloud-CRM-Systeme besitzen SOC-2-, ISO-27001-, DSGVO- und branchenspezifische Konformitätszertifizierungen, die die meisten Sicherheitsanforderungen erfüllen. Für Unternehmen ohne eigene Sicherheitsteams ist Cloud-CRM oft sicherer als On-Premise-Lösungen, da der Anbieter Patches und Überwachung in großem Umfang übernimmt.
4. Wer sollte ein lokales CRM-System nutzen?
On-Premise-CRM eignet sich für große Unternehmen, regulierte Branchen (Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Behörden), Unternehmen mit strengen Anforderungen an den Datenstandort, Organisationen, die tiefgreifende Anpassungen über die Grenzen der Cloud-API hinaus benötigen, und Teams mit etablierten IT-Abläufen. Die meisten KMU sind mit Cloud-CRM besser bedient, es sei denn, spezifische Compliance- oder Anpassungsanforderungen schließen dies aus.
5. Kann ich von einem On-Premise-CRM-System zu einem Cloud-CRM-System wechseln?
Ja, die Migration ist jedoch ein mehrmonatiges Projekt, das eine sorgfältige Datenmigration, den Wiederaufbau der Integration und Anwenderschulungen erfordert. Die umgekehrte Migration (Cloud zu On-Premises) ist zwar auch möglich, aber weniger üblich. Planen Sie den Wechsel anhand eines klar definierten geschäftlichen Auslösers und nicht als spontanes Projekt. Berücksichtigen Sie außerdem die Beeinträchtigungen für alle CRM-Nutzerteams während der Übergangsphase.
6. Was ist ein hybrides CRM?
Hybrid-CRM kombiniert On-Premise- und Cloud-Bereitstellungsmodelle, wobei sensible Workloads auf der internen Infrastruktur und allgemeine Workflows in der Cloud des Anbieters verarbeitet werden. Es eignet sich für Unternehmen, die Compliance-Grenzwerte überschreiten oder schrittweise zwischen verschiedenen Modellen wechseln, bringt jedoch zusätzliche Komplexität mit sich, die eine hohe Integrationsdisziplin und operative Reife für ein erfolgreiches Management erfordert.
